UNICEF-Studie zum Umgang von Jugendlichen mit Social Media

UNICEF Deutschland hat im April 2026 1.072 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren online zu den Risiken von Social Media, Altersgrenzen, die Verantwortung von Unternehmen und digitale Kompetenzen befragen lassen.

Ein Großteil der Jugendlichen betont die Vorteile von Social Media, wie den Kontakt mit wichtigen Menschen (82 %) und mögliche Inspirationen (74 %). Gleichzeitig sind sie sich aber auch der negativen Seiten in sozialen Medien bewusst. Am häufigsten wurde die vertane Zeit (74 %) angegeben, des weiteren Risiken wie Mobbing, Hass und Beleidigungen (50 %) sowie Falschinformationen und Fake News (42 %). Mädchen fühlen sich hauptsächlich durch Schönheitsideale unter Druck gesetzt (40 %), Jungs benennen häufiger Gewaltvideos (26 %) als Risiko. Jüngere Jugendliche halten verstörende Inhalte und Deepfakes besonders häufig für risikoreich.

Statt Verbote wünschen sich die Jugendlichen höhere Sicherheitsmaßnahmen auf den Plattformen. Profile für jüngere Nutzer sollten automatisch auf privat gestellt werden, damit Fremde nicht so einfach Kontakt aufnehmen können. Verstörende, unangemessene und gefährliche Inhalte sollten automatisch gesperrt werden.
Die wenigsten denken, dass Altersgrenzen allein Jugendliche vom Zugang abhalten würden, da sie umgangen werden können.

„Zuhören statt schimpfen“ ist der Aufruf der Jugendlichen an die Erwachsenen.
Sie wünschen sich Aufklärungsgespräche auf Augenhöhe an Schulen und mit den Eltern, wobei sowohl die Vor- als auch die Nachteile berücksichtigt werden sollten.

Quelle: Pressemeldung UNICEF, Berlin/Köln, 06.05.2026

Dieser Beitrag wird finanziert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt im Rahmen des Dienstleistungsvertrages zum erzieherischen Kinder- und Jugendschutz.