Archiv der Kategorie: Allgemein

Leseempfehlungen zum Welttag des Buches

Lesen ist eine der wichtigsten Kulturtechniken. Es können fantastische Welten erkundet, Erlebnisse und Erfahrungen geteilt und Diskussionen angeregt werden. Am Welttag des Buches wird das Lesen, die Bücher selbst und die Rechte der Autoren gefeiert. Zurückzuführen ist der besondere Tag auf einen katalanischen Brauch. Zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg wurden Rosen und Bücher verschenkt. Mehr Informationen zu anderen Aktionen zum Welttag des Buches finden Sie auf https://www.welttag-des-buches.de/.
Anlässlich dieses besonderen Tages möchte die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz einige thematische Buchempfehlungen „verschenken“:

Buchtitel: „Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss!“ von Patricia Cammarata

Inhalt: 

Das Buch Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss. Tiefenentspannt durch den Mediendschungel ist von Patricia Cammarata. Sie hat Psychologie studiert, arbeitet jetzt als Projektleiterin im IT-Bereich und schreibt für den Elternratgeber SCHAU HIN. Gemeinsam mit Marcus Richter führt sie ergänzend zum Buch den Podcast “nur30min.de”. 
Das Buch ist 2020 erschienen und behandelt das Thema Kinder und digitale Medien. In 12 Kapiteln vermittelt Frau Cammarata worauf die Leser*innen als Eltern achten sollten, welche Themen in der medialen Lebenswelt der Kinder eine Rolle spielen und mit welchen Tricks man einen Überblick in diesem Dschungel behält. Eine der wichtigsten Säulen ist für sie das gegenseitige Zuhören und das Interesse zeigen.
Da sie selber Mutter ist, kann sie  die Leser*innen gut persönlich ansprechen und von eigenen Erfahrungen aus ihrer Jugendzeit und ihrer Elternzeit berichten. Sie arbeitet mit vielen Tipps und Hinweisen, zeigt aber auch Probleme und Schwierigkeiten auf. 

Zielgruppe:

Eltern und Fachkräfte

Warum empfehlen wir dieses Buch?

Die Autorin gibt auf eine witzige Art viele wertvolle Tipps und Tricks zum Medienalltag und vermittelt durch ihre eigenen Erfahrungen ein Gefühl des Dabei seins. Ein gelungenes und witziges Buch, welches einen guten Einblick durch den Mediendschungel liefert .


Buchtitel: „Ich bin anders als du“ von Constanze von Kitzing

Inhalt: 

Ein liebevoll illustriertes Bilderbuch, das mit wenig Text und viel Liebe zum Detail Kindern das Thema Vielfalt näher bringt. Hier wird äußeren und offensichtlichen Gemeinsamkeiten und Unterschieden keine Beachtung geschenkt. Stattdessen werden die nicht offensichtlichen Eigenschaften wie Vorlieben, Fertigkeiten und Erfahrungen in den Vordergrund gerückt. Ein Buch, das statt zu stigmatisieren, erkennbare Merkmale banal erscheinen lässt und auch dabei hilft, die eigene Identität zu entdecken.

Zielgruppe:

Kinder, 3 bis 7 Jahre

Warum empfehlen wir dieses Buch?

Ein wunderbar cleveres und unterhaltsames Buch, das viele Redeanlässe bietet und sich dem Konzept von Zugehörigkeit und Individualität widmet. Hier gibt es für kleine und größere Kinder viel zu entdecken. 
Weil es Offensichtliches banal erscheinen lässt und dazu einlädt, Menschen aufgeschlossener gegenüberzutreten, respektvolles Miteinander fördert und bei jedem Umblättern Spaß macht und überrascht.

Buchtitel: „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ von Marc-Uwe Kling

Inhalt:  

Oma hat das Internet kaputt gemacht, aus Versehen. Es funktioniert auf der ganzen Welt nicht mehr! Deshalb können die Eltern ihre Arbeit nicht mehr verrichten und die Kinder können nicht mehr mit ihren Freunden schreiben. Was nun? Ohne Internet ist nichts mehr möglich, langweilig ist es noch dazu! Oder?
Geschrieben vom durch die Känguru-Chroniken bekannt gewordenen Autor Marc-Uwe Kling und liebevoll illustriert von Astrid Henn, muss sich Oma´s Familie der Herausforderung „kein Internet“ stellen. Wie ihnen das wohl gelingt?

Zielgruppe:

Kinder, 5 bis 10 Jahre und Eltern

Warum empfehlen wir dieses Buch?

Ein kurzweiliges Vorlesebuch, das die Systemrelevanz neuer Technologien aufzeigt, aber auf den Wert (gemeinsamer) Medienpausen aufmerksam macht. Durch den typischen „Kling-Humor“ bietet dieses Buch nicht nur Heranwachsenden eine lehrreiche Unterhaltung.

Neue Datenbank für Fortbildungsangebote zum Thema sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend

Die bundesweit erste Datenbank für qualifizierte Fortbildungsangebote zum Thema sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend ist online gegangen: Aufgebaut wurde sie von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V. (DGfPI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Kooperationsprojekt. Fortbildung ist ein zentraler Baustein in der Prävention sexualisierter Gewalt. Mit der »Fortbildungsnetz sG – Datenbank für Fortbildungsangebote zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend« erhält sie nun auch eine digitale Infrastruktur. Weiterlesen

(Cyber)mobbing – Alarm ohne Folgen?!

Auch in Zeiten von Corona – teilweise besonders jetzt – ist und bleibt (Cyber)Mobbing ein brisantes Thema an Schulen und zuhause. (Cyber)Mobbing belastet Betroffene psychisch sehr stark: Stress, Isolation, Leistungsabfall und Depressionen können die Folge sein.

Die Referent*innen der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz sensibilisieren Kinder und Jugendliche in Bildungsveranstaltungen sowie Fachkräfte in Fortbildungen für das Thema (Cyber)Mobbing. Die Teilnehmenden werden über die Rollen der Beteiligten informiert, erarbeiten Gründe für die Schikanen und werden für einen Perspektivwechsel sensibilisiert. Sie sollen Anzeichen erkennen und verstehen, wie schnell (Cyber)Mobbing eine gefährliche Dynamik entwickeln kann. Sie werden befähigt einzugreifen, bekommen Lösungswege aufgezeigt, lernen Methoden kennen, darüber zu reden und sollen so dazu beitragen, dass (Cyber)Mobbing verhindert werden kann. Weiterlesen

Die Servicestelle ist Mitglied im Paritätischen

René Thomé vom Vorstand des Trägers fjp>media, Rolf Hanselmann, Regionalleiter Mitte-West des Paritätischen und Dr. Katja Bach, leitende Referentin der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz

Am 19.03.2021 übergaben der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Sachsen-Anhalt, Dr. Michael Reiser und Rolf Hanselmann, Regionalleiter Mitte-West des Paritätischen die Mitgliedsurkunde an die leitende Referentin der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz, Dr. Katja Bach und René Thomé, Vorstand des Trägervereins fjp>media. Weiterlesen

Informationsveranstaltungen zu Medienwelten von Jugendlichen

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz veranstaltet in Kooperation mit der AOK Sachsen-Anhalt online Informationsveranstaltungen zu Medienwelten von Jugendlichen:
29. März 2021 (bereits ausgebucht)
14. April 2021 (bereits ausgebucht)
27. April 2021 (bereits ausgebucht)
11. Mai 2021 von 10:00 bis 12:00 Uhr
19. Mai 2021 von 16:00 bis 18:00 Uhr Weiterlesen

Body Positivity – Liebe deinen Körper

Was ist Body Positivity?

Die Body Positivity Bewegung (engl. positive Einstellung zum Körper) kommt ursprünglich aus den USA und hat sich aus dem Fat Acceptance Movement (engl. Fettakzeptanzbewegung oder auch Fettstolz, Fettaktivismus) herausgebildet. Die Bewegung setzt sich für die Abschaffung unrealistischer und diskriminierender Schönheitsbilder ein. Jedoch steht Body Positivity nicht nur für Selbstakzeptanz des eigenen Körpers, sondern auch für soziale Gerechtigkeit, Diversität und Anti-Diskriminierung.
Mit den Jahren wurde die Bewegung immer populärer und zu einem internationalen Phänomen. Gerade über Plattformen wie Instagram, Pinterest, YouTube und Co. wird die Bewegung mit verschiedenen Hashtags groß angepriesen: #bodypositivity, #selfacceptance

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Challenges: Mutproben aus dem Internet

Eine Information für Familien und Fachkräfte

Bild-von-Steve-B-auf-PixabayIm Januar 2021 würgte sich ein 10-jähriges Mädchen aus Süditalien mit einem Gürtel zu Tode, als sie an einer sogenannten Black-Out-Challenge teilnahm. Das Ziel der Challenge ist es, eine Ohnmacht herbeizuführen und sich dabei zu filmeni. Bereits vor einigen Jahren gab es ähnlich lebensgefährliche Formen dieser Challenge unter dem Namen „The Choking Game“. Seit geraumer Zeit kursieren etliche solcher Mitmach-Aktionen im Internet, sie werden insbesondere über Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram verbreitet. Im Nachgang an derart tragische Vorfälle werden häufig Stimmen laut, die eine stärkere Regulierung fordern oder Betreiber sozialer Medien in der Pflicht sehen zu handeln.
Diese Handreichung erklärt, was Challenges genau sind, woher ihre Faszination für junge Menschen kommt und wie Familien und pädagogische Fachkräfte damit umgehen können.

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Bildungsprojekte jetzt auch online

Nachdem die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen alle Fortbildungsangebote für Multiplikator*innen auch online durchführt, gibt es jetzt auch Online-Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche.

Um Heranwachsende trotz der Pandemie-Einschränkungen zu erreichen und weiterhin zu befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen, bietet die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz ihre Seminare „Ich bin online“ – Umgang in sozialen Netzwerken und „Autsch!“ – selbstgefährdendes Verhalten jetzt auch online an.

Die Online-Formate sollen junge Menschen in ihrer Lebenswelt abholen, ihnen eine Plattform zum Austausch geben und ermöglichen, auch Probleme außerhalb des Homeschoolings anzusprechen.

Pädagog*innen erfahren in den Seminaren, wie die Heranwachsenden die Gesamtsituation meistern und wobei sie Unterstützung benötigen. Außerdem bringt ihnen der digitale Methodenmix weitere Anregungen für eigene Angebote.

Gerade in Zeiten, in denen den jungen Menschen der strukturierte Tagesablauf abhanden gekommen ist, sie ihren gewohnten ausgleichenden Hobbys nicht nachgehen können und ihnen in der verbleibenden digitalen Kommunikation möglicherweise auch noch Verschwörungstheorien untergejubelt werden, brauchen sie Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Das können sie in den Online-Seminaren gemeinsam mit den Jugendschutzreferent*innen erarbeiten.