Archiv der Kategorie: Allgemein

Digitales und smartes Kinderzimmer

Smarte Vorlesegeräte, sprachgesteuerte Puppen, Smartwatches für Kinder, digitales Töpfchentraining, Kuscheltiere mit integrierter Kamera und Sprachassistenten: Das Kinderzimmer der Zukunft wird immer smarter und digitaler. Es bietet einerseits Spiel, Spaß und Unterhaltung, Lern- und Bildungspotenziale, Alltagsentlastung für die Eltern und in einigen Situationen auch Sicherheit und Schutz. Andererseits sollten aber Risiken wie Datenschutz, Gerätesicherheit, nutzergenerierte Werbung sowie der Kinder- und Jugendmedienschutz auch in vernetzten und digitalen Spieleangeboten nicht aus dem Blick geraten. Auch die Privatsphäre der Kinder muss bei einigen vernetzten Spielzeugen diskutiert werden, vor allem vor dem Hintergrund von GPS-Tracking, Geofencing, Audio- und Videoüberwachung. Weiterlesen

Die „Bitch Bibel“ aus Jugendschutzperspektive

Seit 2014 betreibt Katja Krasavice einen YouTube-Kanal, in dem sie freizügig und lasziv über vorrangig sexuell konnotierte Themen plaudert. Dieser ist allerdings derzeit aufgrund eben dieser Freizügigkeit von YouTube gesperrt. Seit Ende 2017 produziert sie darüber hinaus erfolgreich Musikvideos mit Songnamen wie „SexTape“, „Doggy“ oder „Dicke Lippen“. Katja Krasavice ist schon bei jüngeren Kindern beliebt und erreicht in Social-Media-Kanälen wie YouTube, Instagram und TikTok ein Millionenpublikum. Weiterlesen

Wochenrückblick

Nachdem die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz aufgrund der Eindämmungsverordnung lange keine Vor-Ort-Veranstaltungen durchführen konnte, hat die erste Präsenzfortbildung am 24. Juni zum Jugend(medien)schutz so viel Anklang gefunden, dass die Referentinnen eine zusätzliche Veranstaltung organisierten. Aufgrund des hohen Interesses aus dem Norden des Landes fand die Fortbildung in Gardelegen statt.

So fanden in dieser Woche gleich fünf Fortbildungen für Fachkräfte in Kinder- und Jugendeinrichtungen statt.

Am 6. Juli war die Servicestelle gemeinsam mit Fairsprechen zum zweiten Teil einer Fortbildungsreihe unter dem Motto „Netzextrem“ beim Paritätischen Sachsen-Anhalt. Hier ging es um Hate Speech und Fake News. Neben inhaltlichen Fragen und theoretischen Grundlagen wurden Methoden und präventive
Ansätze im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt.

Am 7. Juli erfuhren die Teilnehmenden in der Fortbildung „Fallstricke in der pädagogischen Arbeit“ wichtige Fakten zum Datenschutz, zu Persönlichkeits- und Urheberrechten. Im Fokus standen Fragen zur Anfertigung von Fotos und Videos, der Nutzung von Bildern, Musik und Videos aus dem Internet und von Social Media-Angeboten in der pädagogischen Arbeit.

Ebenfalls am 7. Juli führte die Servicestelle eine Fortbildung zum Thema „Actionbound“ mit Schulsozialarbeiter*innen und Jugendclubmitarbeiter*innen in Dessau durch. Nach einem Input zu medienpraktischen Methoden konnten die Teilnehmenden selbst eine Actionbound testen, bevor sie sich im Erstellen einer eigenen Bound erproben durften.

Am 8. Juli ging es um Rechtsgrundlagen des Jugendschutzes, Problembereiche im sozialen Kontext, Herausforderungen und Handlungsstrategien im Konsens mit jugendlichen Lebenswelten. Die Teilnehmenden aus dem Altmarkkreis Salzwedel – überwiegend in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe tätig – setzen sich aktuell viel mit den Themen Sexting und mediale Selbstdarstellung auseinander.

Neben den Präsenzveranstaltungen wurden auch die Online-Seminare fortgeführt.
In der vergangenen Woche endete die Blockveranstaltung „Rollenbilder in den Medien“ an der Hochschule Merseburg im Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur. Hier erhielten Studierende in insgesamt acht Seminaren Hinweise zu Mediensozialisation, Genderspezifik, Diskriminierungen und Misogynie im Netz. In den Online-Seminaren wurden mit den Studierenden vielfältige Methoden der Zielgruppenarbeit vorgestellt und erprobt.
Am 9. Juli gab die Servicestelle ein Onlineseminar zum Thema Jugendmedienschutz für Mitarbeiter*innen in der Jugendhilfe im Rahmen eines Blended Learning-Kurses des Landesfilmdienstes Sachsen.

ASMR – Urlaub fürs Gehirn

Für alle, die in diesem Jahr keine Urlaubsreise antreten können, gibt es alternative Möglichkeiten, um dem Alltagsstress zu entfliehen… ASMR!

Noch nie gehört? Unsere Freiwilligendienstleistenden Joelina Sander und Nele von Hoff erklären, was sich hinter Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) verbirgt: Weiterlesen

Ab sofort Fortbildungsformate auch online

Derzeit nutzen Kinder und Jugendliche Medien nicht nur vermehrt zur Unterhaltung, sondern auch, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben sowie den Schulstoff selbstständig aufzuarbeiten. Um sie dabei zu begleiten, bietet die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz Eltern und Pädagog*innen Unterstützung in der Medienerziehung von Kindern in Form von Online-Fortbildungen an.

Bildungsträger können diese Angebote für Pädagog*innen oder Eltern buchen.

Folgende Angebote haben wir für Sie vorbereitet:

Für die Online-Fortbildungen sind keine Vorkenntnisse erforderlich, jedoch ein PC/mobiles Endgeräte und eine stabile Internetleitung (bei gewünschter aktiver Beteiligung zusätzlich Kamera und Mikrofon).

Die Dauer und Kosten der Online-Fortbildungen finden Sie in den Ausschreibungen. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Termine können Sie mit uns abstimmen.

Anfragen richten Sie bitte an die Kolleg*innen der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz.  Unter 0391 503 76 38 sind wir telefonisch für Sie erreichbar, per Mail unter jugendschutz@fjp-media.de

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen.

Hinweise zu biografiebasierten Präventionsangeboten im Jugendschutz

Biografiebasierte Präventionsmaßnahmen sind Veranstaltungen von und mit Personen mit eigenen biografischen Erfahrungen zu verschiedenen Themen wie z.B. Mobbing, Sucht oder Extremismus. Für Heranwachsende können die persönliche Darstellung einer exemplarischen Biografie und die subjektive Sicht beim Einstieg in ein Thema helfen. Pädagogischen Fachkräfte erleichtern solche Angebote möglicherweise den Zugang gerade zu Jugendlichen in einer kritischen Lebensphase. Außerdem können sie Denkanstöße für eine thematische Auseinandersetzung liefern. Biografiebasierte Präventionsmaßnahmen bieten als subjektive Erfahrungsberichte jedoch keine vollständigen oder neutralen Informationen. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, bedarf es einer umfassenden, regelmäßigen und differenzierten Beschäftigung mit dem zu behandelnden Thema. Weiterlesen

Informationen zu Cybermobbing

Der derzeitige Ausnahmezustand strapaziert uns alle in irgendeiner Form. Ein Glück, dass man sich dafür über andere Dinge zur Zeit keinen Kopf machen muss. Zum Beispiel kann Mobbing gerade gar kein Thema sein, da die meisten Schüler*innen ja immer noch separiert zu Hause sitzen, oder? Leider ist es nicht so einfach. Mobbing hat schon seit einiger Zeit den Weg in den digitalen Raum gefunden und ist dort sehr präsent. Gerade jetzt, da die Jugendlichen noch mehr Zeit online verbringen, um ihre sozialen Kontakte nicht gänzlich zu verlieren, spielt dieses Thema also umso mehr eine Rolle.

Cybermobbing ist zwar anders als das Mobbing, das zum Beispiel auf dem Schulhof stattfindet, aber für die/den Betroffene*n nicht weniger schlimm.
Wenn Sie die Unterschiede kennenlernen und wissen wollen, woran man Cybermobbing erkennt, ist der kleine Learning Snack vielleicht genau das Richtige für Sie.

Hier gelangen Sie zum Learning Snack Cybermobbing verstehen.

Sollten Sie weitere Fragen zu den Themen Mobbing und Cybermobbing haben oder uns ein Feedback zum Learning Snack geben wollen, freuen wir uns auf Ihre Mail an jugendschutz@fjp-media.de.
Natürlich sind wir auch per Telefon unter 0391 5037638 weiterhin für Sie erreichbar.