Die Diskussion um ein Mindestalter für soziale Medien wird derzeit intensiv geführt. Auslöser ist unter anderem Australien: Dort dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren seit Ende 2025 keine Konten mehr auf großen sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat führen. Auch in Deutschland wird zunehmend diskutiert, ob eine gesetzliche Altersgrenze junge Menschen besser vor Cybermobbing, problematischen Inhalten oder suchtfördernden Plattformmechanismen schützen könnte.
Gleichzeitig hat eine Unabhängige Expertenkommission mit Expert*innen aus den Bereichen Rechtswissenschaft, Medizin, Psychologie, Kriminologie, Pädagogik und Bildungsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Juni 2026 Handlungsempfehlungen für einen wirkungsvollen Jugendmedienschutz vorgelegt. Diese machen deutlich, dass digitaler Kinder- und Jugendschutz nicht auf Verbote reduziert werden darf, sondern Schutz, Befähigung und Teilhabe zusammen denken muss.
Was ist tatsächlich nötig, um Kinder und Jugendliche im digitalen Raum effektiv zu schützen? Was denken junge Menschen selbst darüber? Und was bedeutet das für Fachkräfte?
Archiv der Kategorie: Allgemein
Austausch- und Vernetzungsforum zu aktuellen jugendschutzrelevanten Themen aus der Kinder- und Jugendhilfe am 16. September
Worum geht es?
In unseren Veranstaltungen haben wir die Erfahrungen gemacht, dass ein Austausch der Teilnehmenden untereinander zu speziellen Themen gewünscht ist. Aus diesem Grund wollen wir unser kostenloses Austausch- und Vernetzungsforum regelmäßig einmal im Monat fortsetzen.
Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt
Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz hat zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e. V. (BAJ) und anderen Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz eine gemeinsame Stellungnahme zu den Handlungsempfehlungen der Expertenkommission »Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt« veröffentlicht. Weiterlesen
Eltern-Informationsveranstaltung zu Ängsten und Leistungsdruck am 24. September
Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz bietet in Kooperation mit der AOK Sachsen-Anhalt online für Eltern bzw. Erziehende die Informationsveranstaltung „Zwischen Schulstress und Leistungsdruck – Ängste bei Kindern und Jugendlichen“ an:
24.09.2026 16:30 – 18:00 Uhr
Eltern-Kind-Informationsveranstaltung zum Thema Hass und politische Einflussnahme auf TikTok am 24. September
Das Projekt „Fairsprechen – Hass im Netz begegnen“ ergänzt die Veranstaltungsreihe zu jugendlichen Medienwelten in Kooperation mit der AOK und bietet online die nächste Informationsveranstaltung für Eltern bzw. Erziehende mit Schulkindern zum Thema Hass und politische Einflussnahme auf TikTok an:
24.09.2026 16:30 – 18:00 Uhr Weiterlesen
Cybercrime – The Dark of the Internet
Am 11.11.2026 veranstaltet der Landespräventionsrat Sachsen-Anhalt von 9.30 bis 15.30 Uhr in Magdeburg den 19. Landespräventionstag. Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz unterstützt mit einem Forum und diskutiert die negativen Seiten des Internets anhand verschiedener Formen digitaler sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Weiterlesen
Eltern-Kind-Informationsveranstaltung zu selbstgefährdendem Verhalten am 17. September
Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz setzt die Veranstaltungsreihe zu jugendlichen Medienwelten fort und bietet in Kooperation mit der AOK Sachsen-Anhalt online die nächste Informationsveranstaltung für Eltern bzw. Erziehende mit Schulkindern zum Thema selbstgefährdendes Verhalten an:
17.09.2026 16:30 – 18:00 Uhr
Sachsen-Anhalts Aktionsplan zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt
Der vom Kabinett beschlossene ressortübergreifende Aktionsplan zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt ergänzt das UBSKM-Gesetz um konkretisierte Maßnahmen. Ziel ist es, bestehende Präventions- und Hilfsangebote zu stärken und besser bekannt zu machen. Zugleich sollen Schutzkonzepte in Einrichtungen ausgebaut und Fachkräfte sowie Ehrenamtliche für den Kinderschutz durch Qualifizierung gestärkt werden.
Die Servicestelle weist daraufhin, dass bestehende Präventions- und Schulungsangebote verstetigt und bedarfsgerecht ausgebaut werden sollten sowie eine angemessene und dauerhafte Finanzierung aller landesweit mit dem Thema befassten Fachstellen zu gewährleisten ist, um Beratungs- und Fortbildungsangebote verlässlich bereitzustellen. Weiterlesen
Eltern-Kind-Informationsveranstaltung zu Cybergrooming und Sexting am 8. September
Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz bietet in Kooperation mit der AOK online die nächste Informationsveranstaltung für Eltern bzw. Erziehende mit Schulkindern zum Thema Sexting und Cybergrooming an:
08.09.2026 16:30 – 18:00 Uhr
Mehr als Bienchen und Blümchen – Medienempfehlungen zur Prävention sexualisierter Gewalt für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung
Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben ein deutlich erhöhtes Risiko für sexualisierte Gewalt. Das liegt nicht an ihrer Behinderung selbst, sondern an strukturellen Abhängigkeiten und Machtasymmetrien sowie Zugangsbarrieren zu Informationen und Hilfe. Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung findet häufig im Nahraum – in Familien, Einrichtungen und Pflegekontexten – statt, da sie durch die Abhängigkeit von Assistenz begünstigt wird. Auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben das Recht, ihre eigene Sexualität aktiv auszuleben. (Inklusive) Schutzkonzepte sowie sexualpädagogische Konzepte in Einrichtungen, in denen die Kinder und Jugendlichen leben und lernen, schaffen Sensibilität im Umgang mit Grenzverletzungen und ermöglichen Schutz als auch Teilhabe.
Um pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte dabei zu unterstützen, stellt diese Handreichung geeignete Medien zur Prävention sexualisierter Gewalt zusammen. Alle Medien sind mit praxisrelevanten Informationen versehen und eröffnen vielfältige Möglichkeiten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung.
