Archiv des Autors: katjabach

Original Play – urtümliches Spiel oder Einladung zu Grenzverletzungen?

Nahezu täglich gibt es zur Zeit Nachrichten über Kindesmissbrauch. Aktuelle Meldungen im Spiegel, der Morgenpost oder dem RBB berichten in dem Zusammenhang kritisch über ein Angebot, dass seit 2014 in (vornehmlich kirchlichen) Kindertageseinrichtungen durchgeführt wird: Original Play – zu deutsch etwa „urtümliches Spiel“.

Foto: Eukalyptus Pixabay

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Umgang mit Altersfreigaben von Computerspielen (§ 14 JuSchG)

Den Fortbildungen der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz sind natürlich auch die gesetzlichen Grundlagen immanent. Bei Fragen nach der Durchsetzung von Altersbeschränkungen nach dem Jugendschutzgesetz weisen wir regelmäßig darauf hin, dass diese nur in der Öffentlichkeit gelten und Eltern (bzw. Sorgeberechtigte) mit ihrem Erziehungsprivileg zu Hause im Umgang mit den eigenen Kindern nicht daran gebunden sind; es sein denn, daraus resultiert eine Kindeswohlgefährdung. Weiterlesen

Servicestelle Kinder- und Jugendschutz mit Cybermobbing-Panel auf der 5. Netzwerktagung Medienkompetenz

Vom 22. bis 23.10.2019 fand die 5. Netzwerktagung Medienkompetenz Sachsen-Anhalt in Halle statt. Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz war Kooperationspartnerin der Fachtagung. Das eigens ausgerichtete Panel „Ich kann nicht mehr und brauche Hilfe!“ – Beratungs- und Interventionsangebote bei (Cyber)mobbing“ lud Fachkräfte zum gemeinsamen Austausch und zur Diskussion ein. Weiterlesen

Öffentliche Kindheit – Kinderbilder in sozialen Netzwerken

Kinder posten selbstständig Bilder oder werden von ihren Eltern in sozialen Netzwerken präsentiert. Anstatt in einem privatem Fotoalbum werden die Bilder mit einer unüberschaubaren Öffentlichkeit im Internet geteilt.

In Erwachsenenaugen vermeintlich süße und witzige Kinderfotos können für die Betroffenen auch beschämend und peinlich sein. Weiterlesen

Was ist so faszinierend an „Fortnite: Battle Royal“?

Wer kennt es nicht? Fortnite – das beliebteste Onlinespiel 2018 in der Altersgruppe der 12 bis 17-Jährigen laut JIM-Studie.

Die Tänze aus Fortnite begleiten Pädagog*innen in Bildungsveranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen und Erziehende fragen auf Elternabenden besorgt nach Risiken und Auswirkungen des Spiels. Weiterlesen

Wochenrückblick der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz

Am 17.09.2019 beteiligte sich die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz am Fachtag „Schule gegen sexuelle Gewalt“ des Landesschulamtes in Stendal. Zielstellung des Fachtages ist die Ermutigung und fachliche Anregung von Schulleitungen und Kollegien in der schulspezifischen Auseinandersetzung nit dem Thema, in dessen Ergebnis die Erarbeitung eines auf die Schule zugeschnittenen Konzeptes zum Schutz vor sexueller Gewalt entstehen soll. Die Referent*innen der Servicestelle sensibilisierten die interessierten Fachkräfte zu möglichen Gefahren in sozialen Netzwerken, insbesondere Cybergrooming, Sexting und Pornografie, und zeigten Lösungsstrategien sowie Hilfsangebote auf.

Parallel fand die Fortbildung „Medienpädagogische Fallstricke in der pädagogischen Arbeit“ in Kooperation mit dem Landkreis Wittenberg in Wittenberg statt. Mit Fachkräften (Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen und Schulsozialarbeit*innen) wurden die inhaltlichen Schwerpunkte von Urheberrecht, Datenschutz, Medienrecht und den Persönlichkeitsrechten aufgegriffen. Anhand ausgewählter Beispiele wurde gezeigt, wie Medien in der pädagogischen Arbeit sicher genutzt werden können. Diese Fortbildung verdeutlichte wiederholt, wie unsicher Fachkräfte sich in einigen Arbeitsfeldern fühlen.

Am 18.09.2019 fand die Fortbildungsveranstaltung „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen? Familienverantwortung im Umgang mit Medien“ in Kooperation mit dem Netzwerk Frühe Hilfen in Zerbst statt. Pädagogische und andere Fachkräfte aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (Kindertagesstätten, Familienbildungsstätten, Familienzentren, Familienberatungsstellen, Netzwerk Frühe Hilfen) erhielten Informationen zur Auswirkung der Mediennutzung von Eltern auf ihre Kinder. Weiterhin wurden Methoden vorgestellt, wie Fachkräfte dieses „sensible“ Thema in der pädagogischen Arbeit ansprechen und aufgreifen können. Aus dieser Fortbildung ergab sich der Wunsch mehr Angebote für gemeinsame Eltern-Kind-Veranstaltungen vorzuhalten.

Am selben Tag bot die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz zwei Seminare im Rahmen des Landestages „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“ an. Der diesjährige Landestag hatte sich inhaltlich dem 70-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes verschrieben. Mit Schüler*innen aus ganz Sachsen-Anhalt gab es hier praxisorientierte und lebensnahe Diskussionen rund um dieses Oberthema. Im ersten Workshop der Servicestelle ging es um Meinungsfreiheit und eine faire Kommunikation in sozialen Netzwerken. Der zweite Workshop beschäftigte sich mit Persönlichkeitsrechten und Datenschutz.

Eigenes Medienwissen weitergeben und bei Fragen für Gleichaltrige ansprechbar sein – das wollten Kinder und Jugendliche aus den stationären und ambulanten Betreuungsdiensten des Diakonievereins Burghof. Am letzten Wochenende trafen sie sich deshalb, um von der Servicestelle das nötige Rüstzeug für die Arbeit als Media-Scout zu erhalten. Gemeinsam überlegten alle, wie und wo man zukünftig tätig werden möchte. Darüber hinaus wurden Filme gedreht oder erste Angebote geplant und umgesetzt.