Archiv der Kategorie: Aktuell

Fortbildung: Sexuelle Übergriffe durch Kinder und Jugendliche – Orientierungsleitfaden zum Erkennen, Stoppen und Verhindern

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz veranstaltet am 14. November 2017 in Dessau eine Fortbildung zu Peergewalt.
Eine wesentliche Entwicklungsaufgabe des Jugendalters ist es, ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Verhältnis zur Sexualität herauszubilden. Das Experimentieren mit Nähe, Zärtlichkeit und Sex gehört genauso dazu wie das Erleben, Setzen und Achten von Grenzen im respektvollen Umgang miteinander. Schutzkonzepte in der Jugendarbeit beschäftigten sich bisher mit sexualisierten Gewalttaten, die von Erwachsenen ausgeübt werden. Wir wissen aber auch, dass Grenzverletzungen und Übergriffe durch Gleichaltrige in Peergruppen, in Jugendverbänden, im Jugendtreff, im Sportverein u. ä. nicht auszuschließen sind. Ziel der Fortbildung ist es deshalb, die Teilnehmenden für die Prävention von sexualisierter Gewalt zu sensibilisieren und zu informieren. Sie sollen Kenntnisse über Präventionsmaßnahmen erlangen, Ansatzpunkte für die Umsetzung in eigenen Strukturen identifizieren und motiviert werden, dort aktiv zu werden.

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein:

  • Was ist normal? Wo beginnen Grenzverletzungen und Übergriffe? Nach welchem Muster werden sexuelle Übergriffe umgesetzt?
  • Wer sind diese Kinder und Jugendlichen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten?
  • Von sexualisierter Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche
  • Wie gehe ich mit sexuellen Übergriffen in meiner Einrichtung um? Wie kann ich das Risiko sexueller Übergriffe in meiner Einrichtung verringern?
  • Das sexualpädagogische Konzept

Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendhilfestrukturen.

Auskünfte zur Anmeldung und Organisation erhalten Sie unter
Telefon: 0391/5037639, Email: katja.bach@fjp-media.de

Ausschreibung_Fortbildung Peergewalt

Fortbildung: Selbstverletzendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz veranstaltet am 8. August 2017 in Magdeburg eine Fortbildung zu Selbstverletzendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen.
Der Umgang mit Jugendlichen, welche sich selber Wunden, z.B. in Form von Schnitten, Verbrennungen  oder Bissen zufügen, stellt pädagogisches Fachpersonal vor eine große Herausforderung. Wo beginnt selbstverletzendes Verhalten? Wie soll ich mich dazu verhalten? Ziel dieser Fortbildung ist es, für den Umgang mit selbstverletzendem Verhalten (SVV) bei Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren und zu informieren. Der Aufbau eines grundsätzlichen Verständnisses für den Akt der Selbstverletzung und das Erarbeiten von Handlungsstrategien sowie der Aufbau von Sicherheit im Umgang mit selbstverletzendem Verhalten stellen zentrale Momente dieser Fortbildung dar.

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein:

  • Eckpunkte des selbstverletzenden Verhaltens: Definition, Formen, Ursachen, Risikofaktoren
  • Ätiologie (Entstehung) und Funktionen (Wozu dient SVV? Was bewirkt es?)
  • Risikoeinschätzung (Komorbiditäten, Begleiterscheinungen, Verlauf, Therapie)
  • Reaktionen von Eltern und Lehrern
  • Prävention und Intervention in der Schule → Bewältigungsstrategien
  • Rechtliche Fragen
  • Schulprotokolle
  • Bearbeitung von Fragen und Fallbeispielen

Die Fortbildung richtet sich an: Sozialpädagogische Fachkräfte, insbesondere der Jugendarbeit und des Jugendschutzes, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte.

Auskünfte zur Anmeldung und Organisation erhalten Sie unter
Telefon: 0391/5037639, Email: franca.vonsobbe@fjp-media.de

Ausschreibung_Druckausgleich_Selbstverletzendes_Verhalten

Neue Ideen für Schulprojekte

Die Schüler und Schülerinnen in Sachsen-Anhalt stehen kurz vor den Ferien und in den meisten Schulen werden in der letzten Woche Projekte durchgeführt. Wir haben neue Ideen für kommende Projektwochen. Nutzen Sie die Euphorie und Begeisterung der Schüler und Schülerinnen an außerunterrichtlichen Angeboten und lassen Sie sich bereits jetzt Anregungen für das kommende Schuljahr vermitteln.

Am 30. Juni 2017 findet in der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz eine Schulung zum stop&go-Jugendschutzparcours statt. Den Teilnehmenden wird der Parcours, dessen Inhalte und die entsprechenden Methoden erläutert. Danach können die ausgebildeten Multiplikatoren/-innen den Parcours für ihre Schule kostenlos ausleihen.

Was wissen Jugendliche übstopgo_logoer das Jugendschutzgesetz? Oder vielmehr: was sollten sie wissen? Worin liegt der Sinn einer staatlichen Schutzfunktion für junge Menschen durch Gesetze, Normen oder Altersfreigaben?

Der Jugendschutz-Parcours stop & go stellt ein niederschwelliges Angebot für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren dar, das in vier Stationen die Möglichkeit bietet, sich lebensweltnah selbstständig und spielerisch mit den Normen des Jugendschutzes in der Öffentlichkeit sowie in Bezug auf jugendgefährdende Medien auseinanderzusetzen. Auch die Bereiche Sucht und Werbung/Konsum werden thematisiert. Roll-Ups, die die Themen veranschaulichen, laden dabei zum Gespräch ein. Ergänzt wird der Parcours durch praxisorientierte Ansichts- und Arbeitsmaterialien wie Spiele, Quiz, Themenkarten, Filme, Rauschbrillen und diverse Alltagsgegenstände. Für die Bearbeitung aller Stationen empfiehlt sich ein Projekttag.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Projektkoordinatorin zur Schulung an:

Servicestelle Kinder- und Jugendschutz
Julia Kurtz
Gareisstr. 15
39106 Magdeburg
Tel: 0391 5037639
Handy: 0157 71556000
Mail: julia.kurtz@fjp-media.de
web: www.servicestelle-jugendschutz.de

Der Jugendschutzparcours ist ein Bundesmodellprojekt unter Trägerschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), an dem sich Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen beteiligen.

Fortbildung SCHNITZELJAGD 2.0 „Geocaching mit Actionbound“

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz veranstaltet am 12. Juni 2017 in Magdeburg eine Fortbildung zu Geocaching mit Actionbound.
Medien machen dick, faul und dumm? Bei Weitem nicht. Ganz im Gegenteil bietet dieses Angebot die kreative Auseinandersetzung mit Medien und der eigenen Umgebung. Sei es das schulische Umfeld, die Region um die Jugendeinrichtung oder allgemein das regionale Nahfeld von Kindern und Jugendlichen.
Mit Geocaching macht das Erkunden doppelt Spaß. Die Anwendung Actionbound bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit Anderen die eigene Umgebung aus Kinder- oder Jugendsicht vorzustellen und eine eigene Schnitzeljagd zu gestalten die nachhaltig und für alle (kostenlos) zu sehen und erleben ist.

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein:
• Planung medienpädagogischer Projekte (Vorbereitung)
• Was ist Geocaching allgemein?
• Wie funktioniert Geocaching mit Actionbound?
• Wir gestalten eine eigene Tour und lernen die App dabei näher kennen

Die Fortbildung richtet sich an Sozialpädagogische Fachkräfte (der Jugendarbeit und des Jugendschutzes), Schulsozialarbeiter*innen, pädagogische Fachkräfte (Erzieher*innen, etc.).

Auskünfte zur Anmeldung und Organisation erhalten Sie unter
Telefon: 0391/5037638, Email: joerg.kratzsch@fjp-media.de

Fortbildung_Geocaching

Fortbildung: Aufsichtspflicht und Jugendschutz

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz veranstaltet am 8. Juni 2017 in Magdeburg eine Fortbildung zu Aufsichtspflicht und Jugendschutz.
Trotz großer pädagogischer Anforderungen bei der Betreuung Minderjähriger, trifft der Ausspruch „ALS BETREUER VON MINDERJÄHRIGEN STEHT MAN SOWIESO SCHON MIT EINEM FUSS IM GEFÄNGNIS.“ nur selten zu. Voraussetzung: ich weiß über Tatbestand und Rechtsfolgen einer Aufsichtspflichtverletzung Bescheid.
Was wird von mir verlangt? Wie habe ich in bestimmten Situationen zu reagieren? Welches Verhalten darf ich nicht tolerieren?

Die Aufgaben des erzieherischen Jugendschutzes unterliegen einem stetigen Wandel. Orientiert am aktuellen Gefährdungspotenzial und den gesellschaftlichen Herausforderungen, müssen die Akteure die Problemfelder erkennen und effektive und nachhaltige Antworten entwickeln.
Während die rechtlichen Regelungen dem Kinder- und Jugendschutz einen aktuell wirksamen gesetzlichen Rahmen geben, sollten die konkreten Handlungsstrategien der Protagonisten auf diesem Gebiet immer zeitgemäß und gesellschaftsorientiert sein.

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein:
• Eckpunkte der Aufsichtspflicht: Faktoren, Erfüllung, Übertragung
• Voraussetzungen und Gesetze zur Haftung
• Bearbeitung von Fragen und Fallbeispielen
• Sexualstrafrecht
• Jugendschutz: Überblick, Begriffsbestimmung, Rechtsgrundlagen
• Problembereiche im sozialen Kontext
• Handlungs- und Arbeitsfelder mit Bezug zum Jugendschutz

Die Fortbildung richtet sich an sozialpädagogische Fachkräfte, insbesondere der Jugendarbeit und des Jugendschutzes, Schulsozialarbeiter_innen und pädagogische Fachkräfte.

Auskünfte zur Anmeldung und Organisation erhalten Sie unter
Telefon: 0391/5037639, Email: katja.bach@fjp-media.de

Ausschreibung_Fortbildung_Aufsichtspflicht_Jugendschutz

Stellungnahme zur Novellierung des SGB VIII

fjp>media ist der Verband junger Medienmacher in Sachsen-Anhalt. Der Verband unterstützt junge Menschen, die selbstbestimmt Medien machen wollen. In unserer medienpädagogischen Bildungs- und Freizeiteinrichtung Medientreff zone! erlernen Kinder und Jugendliche einen reflektierten und kreativen Umgang mit Medien. Für junge Medieninteressierte organisiert fjp>media im Rahmen des außerschulischen Jugendbildung landesweit Workshops und Seminare rund ums Medienmachen. Zudem ist fjp>media Träger der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz. Ein multiprofessionelles Team realisiert Projekte und Bildungsangebote, Information und Beratung sowie Netzwerkarbeit und Fortbildungen zu Fragen des Kinder- und Jugendschutzes.

Mit Blick auf unsere maßgeblichen Arbeitsbereiche möchten wir wie folgt Stellung zum Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – KJSG) nehmen:

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Kinderzimmer der Zukunft am Safer Internet Day

Die Spielzeugindustrie hat Internet und Multimedia als Markt entdeckt. Sogenannte „connected toys“ – vernetzte Spielzeuge, die über Smartphone und Internet digital agieren, erobern die Spiele- und Lebenswelt von Kindern. Was genau das für Fragen der Medienkompetenz, des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte bedeutet, will fjp>media am 07.02.2017, dem Safer Internet Day (SID) verdeutlichen. Weiterlesen

„Echt klasse, krass und stark“ Servicestelle Kinder- und Jugendschutz präsentiert Ausstellungen zur Prävention sexualisierter Gewalt

„Echt klasse“, „Echt krass“ und „Echt stark“ heißen drei Ausstellungen zur Prävention sexualisierter Gewalt, die vom PETZE-Institut für Grund-, Förder- und weiterführende Schulen sowie Jugendhilfe entwickelt und von der Hochschule Merseburg erworben wurden. Möglich wurde der Kauf mit Mitteln des EU-Förderprogramms EFRE. Die Ausstellungen werden am 24. Januar 2017 von 14:00 bis 16:00 Uhr im Theater am Campus der Hochschule Merseburg vorgestellt.
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Frauen als Täterinnen – Freikartenverlosung für Filmvorführung am 05. Dezember in Magdeburg

Klischee und Wirklichkeit von sexuellem Missbrauch: „Oftmals werden Kinder auch heute noch vor „fremden Männern“ gewarnt“, sagt Dr. Katja Bach von der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz. „Dabei tritt sexueller Missbrauch Minderjähriger durch Fremde vergleichsweise selten auf. Auch sind die Täter nicht immer männlich“, erklärt sie weiter.

(c) farbfilm verleihDer Film DIE HÄNDE MEINER MUTTER bricht mit den klassischen Klischees und thematisiert sexuelle Übergriffe durch Mütter. Ab 01. Dezember 2016 läuft er in den deutschen Kinos. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) bezeichnet das Drama als „besonders wertvoll“. „DIE HÄNDE MEINER MUTTER ist eine überzeugende, beeindruckende und tief bewegende Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema. Ein wichtiger, kluger und reflektierter Film, der Mut machen kann, über solch ein Thema zu reden. Denn das Schlimmste, was man tun kann, ist schweigen“, heißt es dort.

In Magdeburg findet am Montag, dem 05. Dezember um 20.00 Uhr eine Sondervorführung im Studiokino statt. Im Anschluss ist ein Gespräch mit dem Regisseur Florian Eichinger geplant. Zudem werden Dr. Katja Bach von der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz und Experten der Fachberatungsstelle Wildwasser e.V. sowie des Betroffenenrats des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) für Informationen zur Verfügung stehen.

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz verlost dafür 3 x 2 Freikarten. Wer sich den Film gern ansehen möchte sowie an weiteren Informationen und Austausch zu dem Thema interessiert ist, kann sich bis zum 02. Dezember 13.00 Uhr unter 0391 5037640 melden.

Hintergrund
Die Polizeiliche Kriminalstatistik der Länder und des Bundes (PKS) verzeichnete für das Jahr 2015 11.808 Anzeigen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs. Dieser findet am häufigsten (ca. 25%) innerhalb der engsten Familie statt sowie im sozialen Nahraum bzw. weiteren Familien- und Bekanntenkreis, zum Beispiel auch durch Nachbarn, Personen aus Einrichtungen oder Vereinen, die die Kinder und Jugendlichen gut kennen (insgesamt ca. 50%). Fremdtäter*innen sind eher die Ausnahme.
Der PKS für das Jahr 2015 ist ebenfalls zu entnehmen, dass ca. 5% des sexuellen Missbrauchs von Kindern (§§ 176, 176a, 176b StGB) von weiblichen Tatverdächtigen begangen wurde. Bei sexuellem Missbrauch von Jugendlichen (§ 182 StGB) liegt der Anteil der weiblichen Tatverdächtigen bei ca. 2%, bei sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen (§ 174 StGB) bei ca. 5%, bei Besitz/Verschaffung von Kinderpornografie bei ca. 6%, bei deren Verbreitung bei ca. 10% und bei Besitz/Verschaffung von Jugendpornografie bei ca. 14% sowie bei deren Verbreitung bei ca. 24%.

Über missbrauchende Frauen wurde in Deutschland bislang wenig geforscht. „Es ist jedoch davon auszugehen, dass sexueller Missbrauch durch Täterinnen seltener entdeckt wird, weil solche Taten Frauen und insbesondere Müttern noch immer kaum zugetraut werden. Frauen sind eher Einzeltäterinnen, missbrauchen aber auch zusammen mit einem männlichen Partner beziehungsweise unter dessen Einfluss“, sagt Dr. Katja Bach.

Die Servicestelle Kinder – und Jugendschutz bietet landesweit präventive Fortbildungen für Multiplikator*innen und Projekte in Schulklassen gegen sexualisierte Gewalt an. Anfragen können telefonisch (0391 5037640) oder per Email (jugendschutz@fjp-media.de) erfolgen.