Archiv der Kategorie: Aktuell

Wer oder was ist eigentlich Momo?

Derzeit berichten wieder viele Kinder vor allem im Grundschulalter von negativen Onlineerlebnissen mit Momo und dem Game Master. Sie seien verängstigt, würden sich nachts nicht aus dem Bett trauen und schlecht schlafen. Außerdem hätten sie Angst, von Momo getötet oder dem GameMaster entführt zu werden.
Die Erfahrungen verarbeiten die Heranwachsenden durch den Austausch in ihrer Peer-Group. Sie zeigen sich die Nachrichten und Videos gegenseitig auf den Smartphones oder leiten sie, entsprechend der Aufforderung in den Mitteilungen von Momo, weiter an andere. Sie sprechen in den Schulpausen oder am Nachmittag in ihrer Freizeit über die Medienfiguren, tauschen ihr Wissen dazu aus und thematisieren mitunter spielerisch auch ihre Ängste.

Die Inhalte der Kettenbriefe von Momo und ähnlichen Figuren sind selbstverständlich nicht wahr. Kindern im Kita- und Grundschulalter fehlt allerdings das Verständnis für eine Unterscheidung zwischen realem Geschehen und fiktiven Inhalten. Wichtig ist deshalb, mit den Kindern über die Erfahrungen zu sprechen. Wichtig ist, dabei sachlich, ruhig und verständnisvoll zu bleiben und belustigte, vorwerfende oder abwiegelnde Kommentare zu vermeiden.

Hilfreich ist auch das gemeinsame Schauen von YouTube Videos, die die Phänomene kritisch betrachten und aufklärenden Charakter haben. Darüber hinaus können Erwachsene und Kinder gemeinsam auf Kindersuchmaschinen wie helles-koepfchen.de oder fragfinn.de nach Momo und Co recherchieren und sich zu den Ergebnissen austauschen.

Weitere Informationen und wichtige Tipps erhalten Sie in der Handreichung der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz von fjp>media. Gern informieren und beraten Sie die Kolleg*innen zu persönlich zu Internetphänomenen wie Momo und weiteren aktuellen Jugendschutzthemen.

Servicestelle unterstützt Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“

Durch die Aufdeckung und Aufarbeitung zahlreicher Missbrauchsvorfälle und die damit einhergehende Novellierung des Bundeskinderschutzgesetzes im Jahr 2012 erlangte der Schutz von Kindern und Jugendlichen und die Prävention sexualisierter Gewalt in den vergangenen Jahren eine größere gesellschaftliche Bedeutsamkeit. Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz arbeitet seit ihrer Gründung an diesem Thema, in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Weiterlesen

Fortbildung zur Plakataktion „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“

Zur Plakataktion „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration veranstaltet die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz am 21. März 2019 in Halle eine Fortbildung mit dem Schwerpunkt „Familienverantwortung im Umgang mit Medien“. Weiterlesen

Vielfältige Angebote der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz in 2019

Im Dezember 2018 diskutierten die Jugendschützer*innen der örtlichen Jugendämter beim Netzwerktreffen die Herausforderungen an den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Gesellschaft. Die Fachkräfte waren sich einig, dass die Medienkompetenzvermittlung gerade für die Kinder- und Jugendarbeit eine unabdingbare Querschnittsaufgabe darstellt. Zur Unterstützung dieses Schwerpunktes bei den in der Jugendhilfe Handelnden plant die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz auch im Jahr 2019 thematisch vielfältige Fortbildungen. Weiterlesen

Medien im Kinderzimmer – Infoabend für Eltern und Pädagog*innen

Jacqueline Hain informiert zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

Der Einladung der Schulsozialarbeiterin einer Grundschule folgend, war die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz am 28. November in Genthin, um die Informationsveranstaltung “Kinderwelten – Medienwelten” zu gestalten. Dieser Einladung waren auch 40 Teilnehmende, darunter Eltern, Lehrende und Schülervertreter*innen gefolgt.

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Mini-Scouts unterstützen ihre Erzieher*innen bei Medienangeboten

Theresa und Lamea tüfteln am Drehbuch für einen Brickfilm

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz koordiniert seit 2015 das landesweite Media-Scout-Projekt von fjp>media. Junge Medieninteressierte aus Jugendclubs, Vereinen oder Schulen werden zu Expert*innen für ihre Peer-Group ausgebildet. Sie stehen anderen beratend zur Seite, führen Medienprojekte durch oder erarbeiten Empfehlungen und nützliche Tipps im Umgang mit Medien. Weiterlesen

Fortbildung: Druckausgleich – selbstverletzendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz veranstaltet am 29. November 2018 in Magdeburg eine Fortbildung zu Selbstverletzendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen.
Der Umgang mit Jugendlichen, welche sich selber Wunden, z.B. in Form von Schnitten, Verbrennungen  oder Bissen zufügen, stellt pädagogisches Fachpersonal vor eine große Herausforderung. Wo beginnt selbstverletzendes Verhalten? Wie soll ich mich dazu verhalten? Ziel dieser Fortbildung ist es, für den Umgang mit nichtsuizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSVV) bei Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren und zu informieren. Der Aufbau eines grundsätzlichen Verständnisses für den Akt der Selbstverletzung und das Erarbeiten von Handlungsstrategien sowie der Aufbau von Sicherheit im Umgang mit selbstverletzendem Verhalten stellen zentrale Momente dieser Fortbildung dar.

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein:

  • Eckpunkte des selbstverletzenden Verhaltens: Definition, Formen, Ursachen, Risikofaktoren
  • Ätiologie (Entstehung) und Funktionen (Wozu dient SVV? Was bewirkt es?)
  • Risikoeinschätzung (Komorbiditäten, Begleiterscheinungen, Verlauf, Therapie)
  • Reaktionen von Eltern und Lehrern
  • Prävention und Intervention in der Schule → Bewältigungsstrategien
  • Rechtliche Fragen
  • Schulprotokolle
  • Bearbeitung von Fragen und Fallbeispielen

Die Fortbildung richtet sich an: Sozialpädagogische Fachkräfte, insbesondere der Jugendarbeit und des Jugendschutzes, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte.

Auskünfte zur Anmeldung und Organisation erhalten Sie unter
Telefon: 0391/5037639, Email: jugendschutz@fjp-media.de

Ausschreibung_Druckausgleich_Selbstverletzendes_Verhalten