Abschlussbericht der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“

Am 11. September wurde der Abschlussbericht der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ an Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien übergeben. Der rund 330 Seiten umfassende Bericht enthält 56 Handlungsempfehlungen für ein sicheres Aufwachsen in der digitalen Welt.

Für die begleitende Abschlussveranstaltung kamen Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen, um zentrale Erkenntnisse der interdisziplinären Expertenkommission aufzugreifen. In fünf Panels wurden entlang unterschiedlicher Altersgruppen Herausforderungen des digitalen Aufwachsens diskutiert. Als roter Faden zog sich durch alle Diskussionen der Dreiklang aus Schutz, Befähigung und Teilhabe. Kinder- und Jugendschutz wurde dabei nicht ausschließlich als Schutz vor Gefährdungen verstanden, sondern gleichermaßen als Aufgabe, junge Menschen zu stärken, ihre Medienkompetenz zu fördern und ihnen Teilhabe in digitalen Lebenswelten zu ermöglichen. Zugleich wurde diskutiert, welche Akteure für Prävention, Intervention und die Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen Verantwortung tragen.

Mit dem Abschlussbericht liegt nun eine wichtige Grundlage für die politische und gesetzgeberische Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendschutzes in Deutschland vor. Bildungs- und Familienministerin Prien kündigte auf Basis der Empfehlungen ein Eckpunktepapier für Oktober 2026 an.

Quelle: Meldung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), Berlin, 11. September 2026