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Mehr als Bienchen und Blümchen – Medienempfehlungen zur Prävention sexualisierter Gewalt für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung

Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben ein deutlich erhöhtes Risiko für sexualisierte Gewalt. Das liegt nicht an ihrer Behinderung selbst, sondern an strukturellen Abhängigkeiten und Machtasymmetrien sowie Zugangsbarrieren zu Informationen und Hilfe. Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung findet häufig im Nahraum – in Familien, Einrichtungen und Pflegekontexten – statt, da sie durch die Abhängigkeit von Assistenz begünstigt wird. Auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben das Recht, ihre eigene Sexualität aktiv auszuleben. (Inklusive) Schutzkonzepte sowie sexualpädagogische Konzepte in Einrichtungen, in denen die Kinder und Jugendlichen leben und lernen, schaffen Sensibilität im Umgang mit Grenzverletzungen und ermöglichen Schutz als auch Teilhabe.

Um pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte dabei zu unterstützen, stellt diese Handreichung geeignete Medien zur Prävention sexualisierter Gewalt zusammen. Alle Medien sind mit praxisrelevanten Informationen versehen und eröffnen vielfältige Möglichkeiten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung.

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Servicestelle unterstützt Fachtag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt

Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration veranstaltet am 14. Juni 2019 in der Zeit von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Gesellschaftshaus in Magdeburg einen Fachtag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt.

Unter dem Motto Hinsehen – Hinhören – Handeln! will der Fachtag sensibilisieren, informieren und insbesondere die Frage klären, wo noch Handlungsbedarfe für das Land Sachsen-Anhalt sind.

Frau Sozialministerin Petra Grimm-Benne wird den Fachtag eröffnen. Mit Vorträgen sind unter anderem vertreten Frau Prof. Dr. phil. Maika Böhm, Professorin für Sexualwissenschaft und Familienplanung an der Hochschule Merseburg (Thema: Digitale Medien und sexuelle Grenzverletzungen) sowie Herr Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus M. Beier, Direktor des Institutes für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin (Thema: Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“). Angefragt ist auch der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig.

Die theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück präsentiert Ausschnitte aus den Präventionsprogrammen „Mein Körper gehört mir!“ sowie „Die große Nein-Tonne“, die Jungen und Mädchen im Vorschulalter und in der Grundschule stark gegenüber körperlichen Grenzverletzungen machen wollen. Gezeigt werden auch Ausschnitte der PETZE-Ausstellung der Hochschule Merseburg, die Kindern und Jugendlichen Handlungsstrategien bei sexuellen Übergriffen vermittelt.

Der Fachtag richtet sich insbesondere an pädagogisches Fachpersonal aus stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Jugendamtsleitungen, Leitungen aus Kindertageseinrichtungen sowie Kinderschutzfachkräfte, Koordinierende der lokalen Netzwerke Frühe Hilfen und des Kinderschutzes sowie deren Netzwerkpartner*innen, Kinderärzt*innen,  Fachkräfte der Frühen Hilfen, Schulsozialarbeiter*innen, Fachkräfte aus Familienzentren, Beratungsstellen gegen sexuelle Gewalt, Familienverbände  sowie  Ehe-, Lebens- und Familienberatungsstellen, Gesundheitsämter, Feuerwehrwarte  der Jugendfeuerwehr im Landesfeuerwehrverband, Sportvereine und Sportverbände im Landessportbund.

Weitere Informationen (Programm/Ablaufplan) erhalten Sie unter  Simone.Seitz@ms.sachsen-anhalt.de oder telefonisch unter 0391 567- 6908.