Schlagwort-Archive: Jugendschutz

Servicestelle Kinder- und Jugendschutz mit Cybermobbing-Panel auf der 5. Netzwerktagung Medienkompetenz

Vom 22. bis 23.10.2019 fand die 5. Netzwerktagung Medienkompetenz Sachsen-Anhalt in Halle statt. Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz war Kooperationspartnerin der Fachtagung. Das eigens ausgerichtete Panel „Ich kann nicht mehr und brauche Hilfe!“ – Beratungs- und Interventionsangebote bei (Cyber)mobbing“ lud Fachkräfte zum gemeinsamen Austausch und zur Diskussion ein. Weiterlesen

Öffentliche Kindheit – Kinderbilder in sozialen Netzwerken

Kinder posten selbstständig Bilder oder werden von ihren Eltern in sozialen Netzwerken präsentiert. Anstatt in einem privatem Fotoalbum werden die Bilder mit einer unüberschaubaren Öffentlichkeit im Internet geteilt.

In Erwachsenenaugen vermeintlich süße und witzige Kinderfotos können für die Betroffenen auch beschämend und peinlich sein. Weiterlesen

Was ist so faszinierend an „Fortnite: Battle Royal“?

Wer kennt es nicht? Fortnite – das beliebteste Onlinespiel 2018 in der Altersgruppe der 12 bis 17-Jährigen laut JIM-Studie.

Die Tänze aus Fortnite begleiten Pädagog*innen in Bildungsveranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen und Erziehende fragen auf Elternabenden besorgt nach Risiken und Auswirkungen des Spiels. Weiterlesen

Wer oder was ist Nimses?

Nimses ist ein Soziales Netzwerk, dessen grundlegende Idee nicht allzu abweichend von vergleichbaren Angeboten scheint. Es geht um die Vernetzung mit anderen Nutzer*innen. In heilsbringender Weise wird das Produkt hingegen auf der eigenen Seite und über Youtube beworben. „I am wasted“ resigniert der Protagonist des Werbefilmes, doch wie der Phönix aus der Asche ersteht er auf und wird zum Teil des großen Netzwerkes von Nimses – selbstbestimmt und vermeintlich erstmals etwas wert. (nimses 2019)
Im Netzwerk bestehen Möglichkeiten einer „klassischen“ Vernetzung mit anderen Profilen, das Anschauen und Liken von Profilbildern als auch das Finden von Nutzer*innen, die sich in einem Umkreis von zwei Kilometern befinden. Weiterlesen

Wer oder was ist eigentlich Momo?

Derzeit berichten wieder viele Kinder vor allem im Grundschulalter von negativen Onlineerlebnissen mit Momo und dem Game Master. Sie seien verängstigt, würden sich nachts nicht aus dem Bett trauen und schlecht schlafen. Außerdem hätten sie Angst, von Momo getötet oder dem GameMaster entführt zu werden.
Die Erfahrungen verarbeiten die Heranwachsenden durch den Austausch in ihrer Peer-Group. Sie zeigen sich die Nachrichten und Videos gegenseitig auf den Smartphones oder leiten sie, entsprechend der Aufforderung in den Mitteilungen von Momo, weiter an andere. Sie sprechen in den Schulpausen oder am Nachmittag in ihrer Freizeit über die Medienfiguren, tauschen ihr Wissen dazu aus und thematisieren mitunter spielerisch auch ihre Ängste.

Die Inhalte der Kettenbriefe von Momo und ähnlichen Figuren sind selbstverständlich nicht wahr. Kindern im Kita- und Grundschulalter fehlt allerdings das Verständnis für eine Unterscheidung zwischen realem Geschehen und fiktiven Inhalten. Wichtig ist deshalb, mit den Kindern über die Erfahrungen zu sprechen. Wichtig ist, dabei sachlich, ruhig und verständnisvoll zu bleiben und belustigte, vorwerfende oder abwiegelnde Kommentare zu vermeiden.

Hilfreich ist auch das gemeinsame Schauen von YouTube Videos, die die Phänomene kritisch betrachten und aufklärenden Charakter haben. Darüber hinaus können Erwachsene und Kinder gemeinsam auf Kindersuchmaschinen wie helles-koepfchen.de oder fragfinn.de nach Momo und Co recherchieren und sich zu den Ergebnissen austauschen.

Weitere Informationen und wichtige Tipps erhalten Sie in der Handreichung der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz von fjp>media. Gern informieren und beraten Sie die Kolleg*innen zu persönlich zu Internetphänomenen wie Momo und weiteren aktuellen Jugendschutzthemen.

Servicestelle unterstützt Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“

Durch die Aufdeckung und Aufarbeitung zahlreicher Missbrauchsvorfälle und die damit einhergehende Novellierung des Bundeskinderschutzgesetzes im Jahr 2012 erlangte der Schutz von Kindern und Jugendlichen und die Prävention sexualisierter Gewalt in den vergangenen Jahren eine größere gesellschaftliche Bedeutsamkeit. Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz arbeitet seit ihrer Gründung an diesem Thema, in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Weiterlesen

Fortbildung zur Plakataktion „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“

Zur Plakataktion „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration veranstaltet die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz am 21. März 2019 in Halle eine Fortbildung mit dem Schwerpunkt „Familienverantwortung im Umgang mit Medien“. Weiterlesen

Vielfältige Angebote der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz in 2019

Im Dezember 2018 diskutierten die Jugendschützer*innen der örtlichen Jugendämter beim Netzwerktreffen die Herausforderungen an den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Gesellschaft. Die Fachkräfte waren sich einig, dass die Medienkompetenzvermittlung gerade für die Kinder- und Jugendarbeit eine unabdingbare Querschnittsaufgabe darstellt. Zur Unterstützung dieses Schwerpunktes bei den in der Jugendhilfe Handelnden plant die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz auch im Jahr 2019 thematisch vielfältige Fortbildungen. Weiterlesen

Fortbildung: Druckausgleich – selbstverletzendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz veranstaltet am 29. November 2018 in Magdeburg eine Fortbildung zu Selbstverletzendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen.
Der Umgang mit Jugendlichen, welche sich selber Wunden, z.B. in Form von Schnitten, Verbrennungen  oder Bissen zufügen, stellt pädagogisches Fachpersonal vor eine große Herausforderung. Wo beginnt selbstverletzendes Verhalten? Wie soll ich mich dazu verhalten? Ziel dieser Fortbildung ist es, für den Umgang mit nichtsuizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSVV) bei Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren und zu informieren. Der Aufbau eines grundsätzlichen Verständnisses für den Akt der Selbstverletzung und das Erarbeiten von Handlungsstrategien sowie der Aufbau von Sicherheit im Umgang mit selbstverletzendem Verhalten stellen zentrale Momente dieser Fortbildung dar.

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein:

  • Eckpunkte des selbstverletzenden Verhaltens: Definition, Formen, Ursachen, Risikofaktoren
  • Ätiologie (Entstehung) und Funktionen (Wozu dient SVV? Was bewirkt es?)
  • Risikoeinschätzung (Komorbiditäten, Begleiterscheinungen, Verlauf, Therapie)
  • Reaktionen von Eltern und Lehrern
  • Prävention und Intervention in der Schule → Bewältigungsstrategien
  • Rechtliche Fragen
  • Schulprotokolle
  • Bearbeitung von Fragen und Fallbeispielen

Die Fortbildung richtet sich an: Sozialpädagogische Fachkräfte, insbesondere der Jugendarbeit und des Jugendschutzes, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte.

Auskünfte zur Anmeldung und Organisation erhalten Sie unter
Telefon: 0391/5037639, Email: jugendschutz@fjp-media.de

Ausschreibung_Druckausgleich_Selbstverletzendes_Verhalten