Schlagwort-Archive: Jugendschutz

Berücksichtigung von Interaktionsrisiken bei der Alterskennzeichnung

Am 14.10.2020 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines modernen Jugendschutzgesetzes beschlossen. Vorrangiges Ziel der Gesetzesänderungen ist es, minderjährige Online-Nutzer*innen besser vor Gewalt im Netz zu schützen. Anbieter sollen zukünftig verpflichtet werden, neben Medieninhalten auch Kommunikationsrisiken bei der Altersklassifizierung zu berücksichtigen.

jugendschutz.net hat sich in einer Machbarkeitsanalyse mit der Frage beschäftigt, wie Interaktionsrisiken bei der Alterskennzeichnung berücksichtigt werden können. Weiterlesen

Die „Bitch Bibel“ aus Jugendschutzperspektive

Seit 2014 betreibt Katja Krasavice einen YouTube-Kanal, in dem sie freizügig und lasziv über vorrangig sexuell konnotierte Themen plaudert. Dieser ist allerdings derzeit aufgrund eben dieser Freizügigkeit von YouTube gesperrt. Seit Ende 2017 produziert sie darüber hinaus erfolgreich Musikvideos mit Songnamen wie „SexTape“, „Doggy“ oder „Dicke Lippen“. Katja Krasavice ist schon bei jüngeren Kindern beliebt und erreicht in Social-Media-Kanälen wie YouTube, Instagram und TikTok ein Millionenpublikum. Weiterlesen

Wochenrückblick

Nachdem die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz aufgrund der Eindämmungsverordnung lange keine Vor-Ort-Veranstaltungen durchführen konnte, hat die erste Präsenzfortbildung am 24. Juni zum Jugend(medien)schutz so viel Anklang gefunden, dass die Referentinnen eine zusätzliche Veranstaltung organisierten. Aufgrund des hohen Interesses aus dem Norden des Landes fand die Fortbildung in Gardelegen statt.

So fanden in dieser Woche gleich fünf Fortbildungen für Fachkräfte in Kinder- und Jugendeinrichtungen statt.

Am 6. Juli war die Servicestelle gemeinsam mit Fairsprechen zum zweiten Teil einer Fortbildungsreihe unter dem Motto „Netzextrem“ beim Paritätischen Sachsen-Anhalt. Hier ging es um Hate Speech und Fake News. Neben inhaltlichen Fragen und theoretischen Grundlagen wurden Methoden und präventive
Ansätze im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt.

Am 7. Juli erfuhren die Teilnehmenden in der Fortbildung „Fallstricke in der pädagogischen Arbeit“ wichtige Fakten zum Datenschutz, zu Persönlichkeits- und Urheberrechten. Im Fokus standen Fragen zur Anfertigung von Fotos und Videos, der Nutzung von Bildern, Musik und Videos aus dem Internet und von Social Media-Angeboten in der pädagogischen Arbeit.

Ebenfalls am 7. Juli führte die Servicestelle eine Fortbildung zum Thema „Actionbound“ mit Schulsozialarbeiter*innen und Jugendclubmitarbeiter*innen in Dessau durch. Nach einem Input zu medienpraktischen Methoden konnten die Teilnehmenden selbst eine Actionbound testen, bevor sie sich im Erstellen einer eigenen Bound erproben durften.

Am 8. Juli ging es um Rechtsgrundlagen des Jugendschutzes, Problembereiche im sozialen Kontext, Herausforderungen und Handlungsstrategien im Konsens mit jugendlichen Lebenswelten. Die Teilnehmenden aus dem Altmarkkreis Salzwedel – überwiegend in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe tätig – setzen sich aktuell viel mit den Themen Sexting und mediale Selbstdarstellung auseinander.

Neben den Präsenzveranstaltungen wurden auch die Online-Seminare fortgeführt.
In der vergangenen Woche endete die Blockveranstaltung „Rollenbilder in den Medien“ an der Hochschule Merseburg im Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur. Hier erhielten Studierende in insgesamt acht Seminaren Hinweise zu Mediensozialisation, Genderspezifik, Diskriminierungen und Misogynie im Netz. In den Online-Seminaren wurden mit den Studierenden vielfältige Methoden der Zielgruppenarbeit vorgestellt und erprobt.
Am 9. Juli gab die Servicestelle ein Onlineseminar zum Thema Jugendmedienschutz für Mitarbeiter*innen in der Jugendhilfe im Rahmen eines Blended Learning-Kurses des Landesfilmdienstes Sachsen.

ASMR – Urlaub fürs Gehirn

Für alle, die in diesem Jahr keine Urlaubsreise antreten können, gibt es alternative Möglichkeiten, um dem Alltagsstress zu entfliehen… ASMR!

Noch nie gehört? Unsere Freiwilligendienstleistenden Joelina Sander und Nele von Hoff erklären, was sich hinter Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) verbirgt: Weiterlesen

Hinweise zu biografiebasierten Präventionsangeboten im Jugendschutz

Biografiebasierte Präventionsmaßnahmen sind Veranstaltungen von und mit Personen mit eigenen biografischen Erfahrungen zu verschiedenen Themen wie z.B. Mobbing, Sucht oder Extremismus. Für Heranwachsende können die persönliche Darstellung einer exemplarischen Biografie und die subjektive Sicht beim Einstieg in ein Thema helfen. Pädagogischen Fachkräfte erleichtern solche Angebote möglicherweise den Zugang gerade zu Jugendlichen in einer kritischen Lebensphase. Außerdem können sie Denkanstöße für eine thematische Auseinandersetzung liefern. Biografiebasierte Präventionsmaßnahmen bieten als subjektive Erfahrungsberichte jedoch keine vollständigen oder neutralen Informationen. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, bedarf es einer umfassenden, regelmäßigen und differenzierten Beschäftigung mit dem zu behandelnden Thema. Weiterlesen

Informationen zu Cybermobbing

Der derzeitige Ausnahmezustand strapaziert uns alle in irgendeiner Form. Ein Glück, dass man sich dafür über andere Dinge zur Zeit keinen Kopf machen muss. Zum Beispiel kann Mobbing gerade gar kein Thema sein, da die meisten Schüler*innen ja immer noch separiert zu Hause sitzen, oder? Leider ist es nicht so einfach. Mobbing hat schon seit einiger Zeit den Weg in den digitalen Raum gefunden und ist dort sehr präsent. Gerade jetzt, da die Jugendlichen noch mehr Zeit online verbringen, um ihre sozialen Kontakte nicht gänzlich zu verlieren, spielt dieses Thema also umso mehr eine Rolle.

Cybermobbing ist zwar anders als das Mobbing, das zum Beispiel auf dem Schulhof stattfindet, aber für die/den Betroffene*n nicht weniger schlimm.
Wenn Sie die Unterschiede kennenlernen und wissen wollen, woran man Cybermobbing erkennt, ist der kleine Learning Snack vielleicht genau das Richtige für Sie.

Hier gelangen Sie zum Learning Snack Cybermobbing verstehen.

Sollten Sie weitere Fragen zu den Themen Mobbing und Cybermobbing haben oder uns ein Feedback zum Learning Snack geben wollen, freuen wir uns auf Ihre Mail an jugendschutz@fjp-media.de.
Natürlich sind wir auch per Telefon unter 0391 5037638 weiterhin für Sie erreichbar.

Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen im Jugendschutz

Die gesetzlichen Grundlagen des Jugendschutzes finden sich vor allem im Jugendschutzgesetz. Aber auch andere Gesetze, wie z.B. das Jugendarbeitsschutzgesetz oder das Strafgesetzbuch, sind für den Schutz der Jugendlichen relevant.

Sicher wissen Sie, ab welchem Alter der Konsum von Alkohol und das Rauchen erlaubt sind. Aber kennen Sie auch die gesetzlichen Regelungen zum Aufenthalt in Diskotheken, zum Kauf von Rubbellosen, zum Kinobesuch oder dem Anfertigen von Fotos?

Hier gelangen Sie zum Learning Snack Jugendschutz – gesetzliche Grundlagen.

Sollten Sie weitere Fragen zum Jugendschutz haben oder uns einfach ein Feedback zum Learning Snack geben wollen, freuen wir uns auf Ihre Mail an jugendschutz@fjp-media.de.
Natürlich sind wir auch per Telefon unter 0391 5037639 weiterhin für Sie erreichbar.

Jugendschutz aus der Sicht junger Menschen

Was verstehen junge Menschen unter Kinder- und Jugendschutz? Was finden sie gut oder unzeitgemäß am ordnungsrechtlichen Jugendschutz und wo sehen sie Probleme für Kinder und Jugendliche? In den vergangenen Wochen haben Nachwuchsjournalist*innen zum Thema „Jugendschutz“ recherchiert und die aktuelle Ausgabe der bundesweiten Fachzeitschrift „KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis“ gestaltet. Herausgekommen sind Beiträge, Kommentare und Interviews, in denen deutlich wird, dass junge Menschen Jugendschutz als wichtig erachten und einen sehr differenzierten Blick auf einzelne Themen haben: https://www.bag-jugendschutz.de/kjug_archiv.html#kjug220