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Fortbildung zur Plakataktion „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“

Zur Plakataktion „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration veranstaltet die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz am 21. März 2019 in Halle eine Fortbildung mit dem Schwerpunkt „Familienverantwortung im Umgang mit Medien“.

Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder. Dies gilt insbesondere auch, wenn es um die Nutzung von und den Umgang mit Medien geht. Die landesweite Kampagne „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ will Eltern zum Nachdenken anregen, für eine angemessene Mediennutzung sensibilisieren und verdeutlichen, welche Folgen das eigene Medienhandeln für den Nachwuchs haben kann. Im Rahmen der Veranstaltung werden wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Wirkungsforschung vorgestellt und gemeinsam mit den Fachkräften Methoden diskutiert, wie mit Eltern ein Einstieg in das Thema möglich sein kann. Ziel ist es, das pädagogische Fachpersonal darin zu bestärken, die Problematik zu erkennen, darauf hinzuweisen und Eltern bei Bedarf Hilfestellungen zu geben.

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein:
• Einblick in die Medienwelt von Kindern und Erwachsenen
• Wie wirkt sich die Mediennutzung der Eltern auf ihre Kinder aus?
• Welchen Gesprächseintritt kann ich mit Eltern finden, um in die Thematik einzusteigen?
• Wie kann ich Eltern dafür sensibilisieren, die eigene Mediennutzung kritisch zu reflektieren und ggf. anzupassen?
• Wie sieht eine gelungene Medienerziehung in der Familie aus?
• Was kann ich tun, um das Thema sinnvoll in meiner Arbeit mit dem Kind aufzugreifen?
• Wo finde ich Unterstützung?

Die Fortbildung richtet sich an sozialpädagogische Fachkräfte in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (Kindertagesstätten, Horte, Familienbildungsstätten, Familienzentren, Familienberatungsstellen).

Auskünfte zur Anmeldung und Organisation erhalten Sie im Landesjugendamt bei Frau Stude, Telefon: 0345/514 1640, Email: fortbildung.landesjugendamt@lvwa.sachsen-anhalt.de

Alle Informationen zur Plakataktion erhalten sie unter www.medienpause.de

Vielfältige Angebote der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz in 2019

Im Dezember 2018 diskutierten die Jugendschützer*innen der örtlichen Jugendämter beim Netzwerktreffen die Herausforderungen an den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Gesellschaft. Die Fachkräfte waren sich einig, dass die Medienkompetenzvermittlung gerade für die Kinder- und Jugendarbeit eine unabdingbare Querschnittsaufgabe darstellt. Zur Unterstützung dieses Schwerpunktes bei den in der Jugendhilfe Handelnden plant die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz auch im Jahr 2019 thematisch vielfältige Fortbildungen.

Neben praktisch orientierten Angeboten wie medienpädagogischen Methoden sollen auch
medienbezogene Fallstricke in der pädagogischen Arbeit vermittelt werden. Neu ins Portfolio aufgenommen haben die Referent*innen das Thema Rollenbilder in Medien. Darüber hinaus sind im zweiten Halbjahr zwei Fachtage zu den Themen exzessive Mediennutzung und Medienkonzepte in stationären Einrichtungen geplant. Mit dem Digitalen Kinderzimmer knüpft die Servicestelle mit verschiedenen Ausstellungsformaten an die erfolgreiche Arbeit in den letzten Jahren an.

Alle Angebote können bei Bedarf regional vor Ort durchgeführt werden. Die öffentlichen Ausschreibungen mit konkretem Termin und Veranstaltungsort werden hier zeitnah veröffentlich. Weitere Abrufangebote finden Sie unter dem Schwerpunkt Jugendschutz und Jugendmedienschutz.

Für weitere Fortbildungswünsche stehen die Referent*innen der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz unter Telefon 0391 5037640 oder per Mail unter jugendschutz@fjp-media.de zur Verfügung.

Fortbildung: Druckausgleich – selbstverletzendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz veranstaltet am 29. November 2018 in Magdeburg eine Fortbildung zu Selbstverletzendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen.
Der Umgang mit Jugendlichen, welche sich selber Wunden, z.B. in Form von Schnitten, Verbrennungen  oder Bissen zufügen, stellt pädagogisches Fachpersonal vor eine große Herausforderung. Wo beginnt selbstverletzendes Verhalten? Wie soll ich mich dazu verhalten? Ziel dieser Fortbildung ist es, für den Umgang mit nichtsuizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSVV) bei Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren und zu informieren. Der Aufbau eines grundsätzlichen Verständnisses für den Akt der Selbstverletzung und das Erarbeiten von Handlungsstrategien sowie der Aufbau von Sicherheit im Umgang mit selbstverletzendem Verhalten stellen zentrale Momente dieser Fortbildung dar.

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein:

  • Eckpunkte des selbstverletzenden Verhaltens: Definition, Formen, Ursachen, Risikofaktoren
  • Ätiologie (Entstehung) und Funktionen (Wozu dient SVV? Was bewirkt es?)
  • Risikoeinschätzung (Komorbiditäten, Begleiterscheinungen, Verlauf, Therapie)
  • Reaktionen von Eltern und Lehrern
  • Prävention und Intervention in der Schule → Bewältigungsstrategien
  • Rechtliche Fragen
  • Schulprotokolle
  • Bearbeitung von Fragen und Fallbeispielen

Die Fortbildung richtet sich an: Sozialpädagogische Fachkräfte, insbesondere der Jugendarbeit und des Jugendschutzes, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte.

Auskünfte zur Anmeldung und Organisation erhalten Sie unter
Telefon: 0391/5037639, Email: jugendschutz@fjp-media.de

Ausschreibung_Druckausgleich_Selbstverletzendes_Verhalten

Jetzt auch in Sachsen-Anhalt: Stop & go – ein Jugendschutzparcours zum Mitmachen!

Was wissen Jugendliche übstopgo_logoer das Jugendschutzgesetz? Oder vielmehr: was sollten sie wissen? Worin liegt der Sinn einer staatlichen Schutzfunktion für junge Menschen durch Gesetze, Normen oder Altersfreigaben? Der Jugendschutz-Parcours stop & go stellt ein niederschwelliges Angebot dar, das Jugendlichen in vier Stationen die Möglichkeit bietet, sich lebensweltnah selbstständig und spielerisch mit den Normen des Jugendschutzes in der Öffentlichkeit sowie in Bezug auf jugendgefährdende Medien auseinanderzusetzen. Auch die Bereiche Sucht und Werbung/Konsum werden thematisiert. Roll-Ups, die die Themen veranschaulichen, laden dabei zum Gespräch ein. Ergänzt wird der Parcours durch praxisorientierte Ansichts- und Arbeitsmaterialien wie Spiele, Quiz, Themenkarten, Filme, Rauschbrillen und diverse Alltagsgegenstände.

Schulen und Jugendeinrichtungen können den Parcours über die Servicestelle buchen. Der Parcours richtet sich an Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Für die Bearbeitung aller Stationen empfehlen sich mindestens vier Schulstunden, nachhaltiger wirkt eine längere Arbeitsphase, etwa ein ganzer Projekttag. Den beteiligten Lehrer/-innen oder Fachkräften werden in einer vorausgehenden eintägigen Schulung der Parcours, dessen Inhalte und die entsprechenden Methoden erläutert und ein Begleitbuch ausgehändigt. Sinnvoll ist es, wenn sich Fachkräfte einer Region im Team schulen lassen, da der Parcours in der Regel von mind. drei Moderatoren/-innen betreut wird. Die ausgebildeten Multiplikatoren/-innen können den Parcours anschließend über die Projektkoordinatorin kostenlos ausleihen und tragen lediglich die Transportkosten. Der Parcours ist mobil mit einem Kleinwagen transportierbar und kann ohne großen Aufwand in Einrichtungen, die ihn nutzen wollen, aufgebaut werden. Er besteht aus 4 Stationen (8 Roll-ups) und den dazugehörigen Materialien zu den Themenschwerpunkten Jugendschutzgesetz, Medien, Sucht und Konsum.

Der Jugendschutzparcours ist ein Bundesmodellprojekt unter Trägerschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), an dem sich Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen beteiligen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

Servicestelle Kinder- und Jugendschutz
Gareisstr. 15
39106 Magdeburg
Tel: 0391 5037639
Handy: 0157 71556000
Mail: jugendschutz@fjp-media.de
web: www.servicestelle-jugendschutz.de