Archiv der Kategorie: Aktuell

Bildungsprojekte jetzt auch online

Nachdem die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen alle Fortbildungsangebote für Multiplikator*innen auch online durchführt, gibt es jetzt auch Online-Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche.

Um Heranwachsende trotz der Pandemie-Einschränkungen zu erreichen und weiterhin zu befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen, bietet die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz ihre Seminare „Ich bin online“ – Umgang in sozialen Netzwerken und „Autsch!“ – selbstgefährdendes Verhalten jetzt auch online an.

Die Online-Formate sollen junge Menschen in ihrer Lebenswelt abholen, ihnen eine Plattform zum Austausch geben und ermöglichen, auch Probleme außerhalb des Homeschoolings anzusprechen.

Pädagog*innen erfahren in den Seminaren, wie die Heranwachsenden die Gesamtsituation meistern und wobei sie Unterstützung benötigen. Außerdem bringt ihnen der digitale Methodenmix weitere Anregungen für eigene Angebote.

Gerade in Zeiten, in denen den jungen Menschen der strukturierte Tagesablauf abhanden gekommen ist, sie ihren gewohnten ausgleichenden Hobbys nicht nachgehen können und ihnen in der verbleibenden digitalen Kommunikation möglicherweise auch noch Verschwörungstheorien untergejubelt werden, brauchen sie Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Das können sie in den Online-Seminaren gemeinsam mit den Jugendschutzreferent*innen erarbeiten.

Kinder- und Jugendschutz braucht Unterstützung

Kinder und Jugendliche erleben in ihrer Entwicklung zahlreiche Brüche, Krisen, Veränderungen und Abkopplungsprozesse. Dazu gehören unter anderem Gewalt- und Ausgrenzungserfahrungen, sexuelle Ansprache, exzessive Mediennutzung, (Cyber)Mobbing, Missbrauch von Genuss- und Rauschmitteln oder Radikalisierungsprozesse.

Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz hilft Heranwachsenden, Familien und Fachkräften, gerade unter Corona-Bedingungen.
Aber das Geld reicht nicht immer, deswegen brauchen wir Hilfe (Beitrag in der Mitteldeutschen Zeitung).

Was wir tun und wie Sie helfen können, lesen Sie hier.
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Kik-Messenger jugendschutzrechtlich kritisch

Ungeachtet dessen, dass der Kik-Messenger bereits seit 2010 auf dem Markt ist, konnte er mit anderen Alternativen zu WhatsApp bisher nicht konkurrieren. Allerdings wird man bei näherer Betrachtung feststellen, dass die Zahl der täglichen Nutzer des Messengers in Deutschland zwar unter 2 Millionen liegt – darunter aber einige Jugendliche aktiv sind.
Im September 2019 wurde der Messenger an die Firma „MediaLab“ verkauft, welche sich zuvor bereits auf (Chat-) Apps für Teenager konzentriert hatte. Anzumerken ist hier allerdings, dass der Kik-Messenger im Google-Play-Store ab 18 Jahren und im App-Store ab 17 Jahren freigegeben ist, die auf Kik aktiven Minderjährigen folglich zum größten Teil unbefugt im Messenger angemeldet sind. Dies zeigt ebenfalls, dass entsprechende Kontrollsysteme fehlen. Weiterlesen

Shinshonji – Getarnte Religionsgemeinde verführt junge Menschen

Achtung, aufgepasst! Die koreanische Glaubensgemeinschaft „Shinshonji“ (oder: Shinsheonji), welche vielerorts – vor allem aber von Aussteigern – als Sekte bezeichnet wird, missioniert in allen Winkeln Deutschlands und hat es dabei vor allem auf die jungen Generationen abgesehen. Getarnt als Friedens-, Jugend- oder Bibelgruppe akquiriert sie potentielle Mitglieder und führt diese unwissentlich Stück für Stück in die Gemeinschaft ein. Hat die Falle einmal zugeschnappt, kann ein Ausstieg mehr als problematisch sein. Um dem Treiben von Shinshonji entgegenzutreten und vorzuwarnen, hat sich die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz die Gemeinde und ihr Missionierungssystem einmal ganz genau angesehen. Weiterlesen

Positiv Elternsein – Tipps zum Umgang mit Krisen

Nach den langen Weihnachtsferien beginnt heute wieder die Herausforderung für viele Familien, die Kinderbetreuung, den Haushalt, das Homeoffice und das Homeschooling parallel zu bewerkstelligen, ohne dabei die Nerven zu verlieren.

Folgendes Internetangebot möchte Eltern mit bewährten Informationen und Tipps in unsicheren Zeiten unterstützen: POSITIV ELTERNSEIN IN UNSICHEREN ZEITEN

Es gibt Tipps zum Umgang mit Konflikten in der Familie, speziell zum Umgang mit Teenagern und auch in anderen Sprachen. Außerdem werden Erfahrungen anderer Eltern geteilt und Informationen in leichter Sprache bereit gestellt.

Wie mache ich TikTok kindersicher?

TikTok dürfte vielen Eltern bereits bekannt sein, denn die Kurzfilm-App ist unter Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Bei vermehrter Nutzung fragen sich Eltern oft: Was macht mein Kind dort eigentlich? Und wie kann ich es vor Gefahren schützen?

Zweifelsohne birgt die uneingeschränkte Nutzung von TikTok bestimmte Interaktionsrisiken. Trotzdem bietet die Plattform verschiedene Möglichkeiten, um die Wahrscheinlichkeit von Cybergrooming, Cybermobbing oder sexualisierter Gewalt zu minimieren. Somit ist es nicht notwendig, Kindern eine Nutzung der App gänzlich zu verbieten. Was Eltern genau tun können, damit ihr Kind TikTok sicher nutzen kann, wird im Folgenden erklärt. Weiterlesen

Chat-App „Yubo“ – Tinder für Teens?

Yubo, früher Yellow, ist eine kostenfreie App zum Chatten, Kennenlernen und Video-Streamen, die im Google Play Store sowie im App Store erhältlich ist. Sie erfreut sich in letzter Zeit stark anwachsender Beliebtheit, was zum Teil auch der Corona-Pandemie zuzuweisen ist.
Da auch Minderjährige in der App aktiv sind und Interaktionsrisiken nicht ausgeschlossen werden können, soll Yubo in diesem Artikel aus Sicht des Kinder- und Jugend(medien)schutzes beleuchtet werden. Weiterlesen

Tipps für eine stressfreie Bewältigung des Familienalltags

Psychisch gesund durch die Krise: Kinderpsychologinnen der Ruhr-Universität Bochum und der Philipps-Universität Marburg haben in Zusammenarbeit mit Kinderhilfsorganisationen die Initiative „Familien unter Druck“ gestartet. Mit praktischen Hilfestellungen wollen sie Eltern und ihre Kinder stärken und sie dabei unterstützen, die psychischen Belastungen der Corona-Pandemie zu schultern. Prominente Eltern wie Klaas Heufer-Umlauf, Collien Ulmen-Fernandes, Ralph Caspers und Jörg Pilawa leihen den Erklärfilmen der Initiative ihre Stimmen. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen.

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Das digitale Kinderzimmer live!

Eltern aufgepasst: Am 14.11.2020 präsentieren wir ab 11:00 Uhr live gemeinsam mit MDCC unser digitales Kinderzimmer.

Dabei erklären wir smarte Vorlesefreunde, sprachgesteuerte Puppen, Überwachungsapps, digitales Töpfchentraining und Kuscheltiere mit integrierter Kamera – eben all die vernetzten Spielzeuge und Gegenstände, die die Spiele- und Lebenswelt von Kindern erobern.

Dabei werden Fragen der Medienkompetenz, des Datenschutzes, der Persönlichkeitsrechte und des Kinderschutzes aufgegriffen.

Unter folgendem Link geht es zur Veranstaltung.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Berücksichtigung von Interaktionsrisiken bei der Alterskennzeichnung

Am 14.10.2020 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines modernen Jugendschutzgesetzes beschlossen. Vorrangiges Ziel der Gesetzesänderungen ist es, minderjährige Online-Nutzer*innen besser vor Gewalt im Netz zu schützen. Anbieter sollen zukünftig verpflichtet werden, neben Medieninhalten auch Kommunikationsrisiken bei der Altersklassifizierung zu berücksichtigen.

jugendschutz.net hat sich in einer Machbarkeitsanalyse mit der Frage beschäftigt, wie Interaktionsrisiken bei der Alterskennzeichnung berücksichtigt werden können. Weiterlesen